Tiergestützte Pädagogik

 Tiergestützte Pädagogik 

Die tiergestützte Pädagogik ist ein wertvoller Beitrag zu unserem pädagogischen Gesamtkonzept. Sie ermöglicht den Kindern das Erlernen einer breiten Palette von sozialen Kompetenzen, wie z.B. aufeinander Rücksicht nehmen, respektvoller Umgang miteinander, Gefühle zulassen, sich an Regeln halten, sich etwas zutrauen und mutig sein, usw. Ein Hund ist immer wertfrei. Er beurteilt und er verurteilt nicht. Er freut sich über jeden Menschen, ganz gleich wo er herkommt, wie er aussieht, ob er sprechen kann oder nicht, ob er beeinträchtigt ist oder nicht. Hunde reagieren sehr sensibel auf die Körpersprache der Kinder. Sie sind freundlich, aufmerksam, gute Zuhörer und reden niemals dazwischen. Sie verzeihen es auch immer wieder, wenn Kinder z.B. noch keine Distanz halten können, ihre Kraft noch nicht so richtig einschätzen können. Die Kinder fühlen sich so angenommen wie sie sind.

Der Kontakt mit dem Hund regt die Kinder auch automatisch zum Sprechen an. Auf spielerische Art und Weise kommunizieren die Kinder miteinander und mit dem Hund.

Während die ganz Kleinen mit den Hunden kuscheln, sie streicheln, den Herzschlag hören und eine kleine Futterspur legen, können die größeren Kinder gemeinsam mit dem Hund einen Parcours bewältigen, Gegenstände suchen und allerlei über den respektvollen Umgang mit Hunden lernen. Die Konzentrationsbereitschaft der Kinder ist bei dieser Art von Lernen um ein Vielfaches höher als in „normalen“ Lernsituationen.

Ängstliche Kinder lernen behutsam auf den Hund zuzugehen, überwinden Grenzen und erfahren sich dabei auf eine ganz neue Art und Weise. Forscher agierende Kinder lernen sich zurückzunehmen, ihre Kräfte zu regulieren und auf die Zeichen des Hundes zu achten.

Der Therapiehund ist ein Medium mit dem man die pädagogische Arbeit qualitativ erweitern und vertiefen kann.

Während sie arbeiten wirken die Hunde je nach Bedarf entweder beruhigend, z.B. bei unruhigen Kindern oder motivierend bei eher zurückhaltenden Kindern.

Die Arbeit mit den Hunden findet immer in Kleingruppen statt.

…ein Hund ist ein Herz auf vier Beinen (irisches Sprichwort).

Seit dem Frühjahr 2023 arbeiten wir mit dem Verein der tiergestützten Therapie e.V. „Mensch & Tier„ aus Maxdorf zusammen.

(Die Quelle der folgenden Inhalte sind Auszüge aus dem Flyer des Vereins entnommen.)

Ein Therapiebegleithund ist ein für die therapeutische/pädagogische Arbeit speziell ausgebildeter Familienhund. Der Therapiebegleithund wird immer zusammen mit seinem Besitzer ausgebildet und verrichtet seinen Dienst ausschließlich unter dessen Anleitung. Mensch und Hund bilden ein eingespieltes Team.

Der Ursprung der tiergestützten Therapie liegt in den USA.1961 hat der Psychologe Levinson erstmals eine Arbeit von Hunden in der Therapie geschrieben. Darin beschreibt er, wie ihm durch einen Hund der Zugang zu seinen Patienten erleichtert wurde, und wie die Patienten durch den Hund zur Kommunikation angeregt wurden. Pionierarbeit in Sachen Therapie leistete in den USA die Delta Society. Sie verfolgte diese Arbeit und baute sie systematisch auf. Auch die Ausbildung der Hunde des Mensch & Hund Vereins basieren auf den Grundlagen von Delta Society.

Einsatzfähig ist ein Mensch/Hund-Team wenn:

  • Alle Prüfungen bestanden sind
  • Eine gültige Haftpflichtversicherung vorhanden ist
  • Die Tätigkeit als Therapiebegleithund Versicherung gemeldet wurde
  • Ein Gesundheitszeugnis des Hundes vorliegt

Therapiebegleithunde stehen unter tierärztlicher Kontrolle. Die jährliche gründliche Untersuchung, Impfungen, regelmäßige Entwurmungen und Parasitenbekämpfungen müssen im Arbeitsheft vom Tierarzt dokumentiert werden.

Selbstverständlich steht auch der Schutz des Tieres im Fokus. Auch ein geprüfter Therapiebegleithund ist und bleibt ein Hund mit eigenen Interessen und Bedürfnissen. Er reagiert sensibel auf Gefühle und Stimmungen. Deshalb gelten für alle Teams die in der tiergestützten Therapie/Pädagogik tätig sind, die Einhaltung der „ Prager Richtlinien“ zum Tierschutz.

Weitere Möglichkeiten der tiergestützten Pädagogik die in unserer Kindertagesstätte immer wieder durchgeführt werden sind z.B. das Züchten von Schmetterlingen, Wildbienen oder auch der Besuch der Hühner. Etwa alle 2 Jahre ziehen für 2 Wochen 5 Hühner bei uns im Kitahof ein.

In unserem Kitagarten gibt es zahlreiche Mensch-Tierbegegnungen. Käfer, Raupen und Schnecken tummeln sich im Außengelände, Hummeln summen um die großen Lavendelbüsche, Vögel nisten im Nistkasten den uns ehemalige Vorschulkinder geschenkt haben. Zahlreiche Vogelarten sind zu beobachten. Von der Amsel über die Elster bis hin zum Eichelhäher. Unser Ziel ist es, die Kinder frühzeitig für die Bedürfnisse der Tiere zu sensibilisieren und ein Bewusstsein dafür zu wecken, dass ihr eigenes Handeln direkten Einfluss auf die Lebenswelt dieser Tiere hat.

„Einem Kind beizubringen nicht auf die Raupe zu treten, ist für das Kind genauso wertvoll wie für die Raupe.“

( Bradley Miller )

Die Kinder erfahren vieles über die Lebensweise der Tiere, erlernen den respektvollen Umgang mit ihnen und entwickeln Verantwortungsbewusstsein.Hier machen wir uns die positive Wirkung von Tieren auf Kinder zu Nutze, um so Impulse zu Bildungsprozessen in Gang setzen zu können, bei denen die Kinder kognitive, emotionale und soziale Kompetenzen erwerben können.

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