Umwelt & Klimaschutz

Auf dieser Seite finden Sie immer aktuelle Informationen unserer Klimaschutzmanagerin zum Klima- und Umweltschutz in unserer Verbandsgemeinde sowie allgemeine Informationen.

Unter unserer Rubrik Klimaschutz - Jeder Beitrag zählt erhalten Sie nützliche Tipps, wie Sie im Alltag auch schon im Kleinen, ein großer Beitrag dazu geleistet werden kann den Klimawandel abzuschwächen und damit Risiken und Schäden für Mensch, Tier und Natur zu vermeiden.

  • Was sind eigentlich Treibhausgase?

    Die Atmosphäre ist die gasförmige, schützende Hülle um unsere Erde. Die in der Atmosphäre enthaltenen Treibhausgase wie Wasserdampf, Kohlendioxid und Methan lassen Sonnenstrahlung durch, verhindern aber, dass die Wärme komplett ins All entweicht – ähnlich wie in einem Treibhaus. Ohne den natürlichen Treibhauseffekt wäre die globale Durchschnittstemperatur bei -18 °C anstatt bei 14 °C ; er ist die Grundlage unseres Lebens.

    Problematisch ist aber, dass immer mehr Treibhausgase in die Atmosphäre abgegeben werden. Dadurch erwärmt sich die Erde mit jedem Jahr mehr. Diesen Treibhauseffekt ist anthropogen beziehungsweise von Menschen gemacht. Er ist die Basis, wenn heutzutage über Klimawandel gesprochen wird.

    Das bekannteste, für den anthropogen bedingten Klimawandel verantwortliche Treibhausgas ist Kohlendioxid. Kohlendioxid (CO2) entsteht bei der Verbrennung von Kohle, Erdöl oder Gas. Diese fossilen Brennstoffe werden vor allem für den Verkehr und Heizen genutzt.

    Das zweitwichtigste Treibhausgas ist Methan (CH4). Es entsteht zum Beispiel beim Reisanbau oder in der Rinderzucht. Eine weitere Quelle sind Klärwerke und Mülldeponien. Auch beim Auftauen von Permafrost (eigentlich ganzjährig gefrorener Boden) entweicht dieses Gas in die Atmosphäre. Mit dem Klimawandelt taut dieser Boden auf und beschleunigt den Klimawandel. Auch beim Abbau von Mooren für die Gewinnung von Torf wird Methan und Kohlenstoff freigesetzt.

    Auch Lachgas (N2O) ist ein für den Klimawandel verantwortliches Gas, welches zum Beispiel bei der Düngung von Felder entweicht. Lachgas macht zwar nur einen Bruchteil der Emissionen in Deutschland aus, ist aber etwa 300 Mal klimawirksamer als Kohlendioxid, da es bis zu 114 Jahren in der Atmosphäre verbleibt.

    Durch die Verstärkung des Treibhausgaseffektes kommt es zu einer permanenten, globalen Erwärmung. Die Gletscher werden schneller schmelzen als bisher, auch die Polkappen der Erde werden allmählich verschwinden. Das wird zu einem Anstieg des Meeresspiegels um einen Meter führen und weite Küstengebiete in der Welt werden überschwemmt. Es wird zu starken Klimaveränderungen kommen, die schwere Auswirkungen sowohl auf unsere Natur als auch auf die Gesundheit der Menschen und die Landwirtschaft haben. Weitere Informationen zu Treibhausgasen finden Sie auf den Seiten des Umweltbundesamtes.

  • Begrünte (Vor-)Gärten – ein Schutz bei Regen und Hitze

    In Zeiten des Klimawandels wird das Mikroklima immer wichtiger und (Vor-)Gärten spielen dabei eine zentrale Rolle, denn sie beeinflussen Temperatur, Trockenheit und Luftfeuchte in unserem direkten Lebensumfeld.

    Auch bei uns in den Rheinauen wird es zukünftig immer mehr heiße Tage und mehr Starkregenereignisse geben. Durch das Anlegen eines naturnahen Gartens können Sie viel bewirken.

    Bepflanzter Boden, welche nicht durch Folie, Platten, Kies oder Schotter bedeckt ist, speichert Regenwasser. Dies wird wiederum über Pflanzen verdunstet. Es kommt zu einem klimatischen Ausgleich und das heißt bessere Luft und eine angenehme Kühle im Sommer. Zudem ist ein natürlich bewachsener Boden nicht nur ein Paradies für Insekten und Vögel, sondern schützt Ihr Haus vor Überschwemmungen.

    Anders ist dies bei Schottergärten, denn dieser heizt sich sehr stark unter Sonneneinstrahlung auf und gibt diese Wärme auch nachts an die Umgebung ab. Tiere finden keine Nahrung und Wasser kann nicht versickern.

    Schottergärten- Mehrarbeit und Mehrkosten
    Ein Schottergarten ist weder schnell angelegt, noch ist er pflegeleicht. Zudem fallen die Kosten für das Material sehr häufig höher aus als gedacht. Denn zum Anlegen eines solchen „Gartens“ muss zuerst der Mutterboden abgetragen und die Fläche mit Vlies oder Folie verlegt werden. Auf der Fläche wird dann Kies, Steine oder Schotter verteilt. Und genau dies ist eine ideale Angriffsfläche für Algen, Flechten und Moose. Die Steine davon zu befreien ist viel aufwendiger als ein mit Stauden bepflanztes Beet zu säubern.

    Bunt und Pflegeleicht
    Ein begrünter Garten muss weder viel kosten noch viel Arbeit machen. Wenn sich in einem Garten möglichst viele verschiedene Stauden, Sträucher, Zierpflanzen befinden, sorgt das für einen immensen Reichtum an Arten, Formen, Blüten und Düften. Ein solcher Garten geht pflegeleicht und einfach. Es gibt eine Vielzahl an regionalzertifizierten Staudenmischungen: Einmal gesetzt bedecken die Stauden (5-8 Pflanzen pro m2) ab dem zweiten Jahr den Boden meist vollständig. Im Frühjahr wird einmal abgemäht und dann beginnt der Kreislauf mit Wachsen, Blühen und Überwintern von Neuem- mehr Pflege bedarf es nicht.

  • Alles Plastik? Was die verschiedenen Zeichen bedeuten.

    Die Zeichen und Symbole auf Plastikverpackungen können uns dabei helfen die richtige Kaufentscheidung zu treffen. Dafür muss man aber wissen was die einzelnen Zeichen bedeuten. Und das ist oftmals schwierig zu behalten.

    Was gehört in die Gelbe Tonne und was in den Pfandautomaten? Und was geschieht mit meiner Flasche, nachdem ich sie in den Pfandautomaten gesteckt habe? Wird sie recycelt oder direkt wiederverwendet?

    Recyclingcodes dienen hauptsächlich den Recycling-Unternehmen als Hinweise, können aber auch für uns Verbraucher interessant sein. Die einzelnen Zeichen geben Auskunft darüber, ob beispielsweise das gesundheitsschädliche Bisphenol A in den Produkten enthalten ist - die Kennzeichnung der Produkte mit einem Recyclingcode ist jedoch freiwillig.



  • Mitmach-Aktion: Mähfreier Mai!

    Die Rasenfläche macht zwar in vielen Gärten einen Großteil der Fläche aus, bietet allerdings nur eine geringe ökologische Vielfalt. Um den starken Rückgang von Wildpflanzen in Gärten und Landschaft aufzuhalten, kann eine andere Mähweise einen wertvollen Beitrag leisten. Bunte und blühende Wiesen sind aus der Kulturlandschaft fast verschwunden. Dies führt dazu, dass viele Insekten keine Nahrung mehr finden und ihre Zahlen immer mehr sinken. Sie sind jedoch unentbehrlich, nicht nur für die Bestäubung vieler unserer Nahrungspflanzen, sondern auch für das Gleichgewicht der Ökosysteme und als Nahrungsgrundlage für Vögel und vieler anderer Tiere. Durch veränderte Mähintervalle kann jeder im eigenen Garten aktiv mit dazu beitragen, die Vielfalt von Blüten und ihren Bestäubern wieder zu erhöhen!

    Die Briten machen es vor!

    Dass die Änderung des Mähverhaltens nicht nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, beweisen Zahlen aus Großbritannien. In England konnte mit dem Aufruf „NoMowMay“ die Menge an Nektar für bestäubende Insekten auf Rasenflächen um das zehnfache erhöht werden. Solche Maßnahmen greifen sofort, das Nektar- und Pollenangebot nimmt im eigenen Garten massiv zu. Wild- und Honigbienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlinge finden somit weitaus mehr Nahrung! Vor allem Gänseblümchen, Gamander, Ehrenpreis oder der kriechende Hahnenfuß profitieren vom ausgelassenen Mähen im Mai. Von Monat zu Monat nimmt dann der Anteil blühender Wildpflanzen zu. Und das kostenlos und ganz ohne Neuansaat! „Etwas mehr Wildheit wagen“ lautet die Botschaft, denn ein Mehr an Blüten bedeutet ein Viel-Mehr an Artenvielfalt im Garten. Die Idee ist, die Mähintervalle zu strecken und Teile des Rasens nur noch einmal pro Monat zu mähen.

    Die bunte Vielfalt wird sichtbar!

    Die größte Blütendichte entsteht auf den monatlich gemähten Stücken, da Arten wie Gänseblümchen, Günsel und Klee durch den Rückschnitt zu erneuter Blüte angeregt werden. Wird hier regelmäßig auf ca. 5 cm eingekürzt, blühen viele Kräuter und der Rasenmäher schafft den Aufwuchs ohne Schwierigkeiten. Auf nur ein bis zwei Mal jährlich gemähten Flächen entsteht neben den Gräsern eine größere Artenvielfalt mit höheren Wiesenblumen, wie z.B. Margeriten, Wiesensalbei und Wilder Möhre. Wichtig ist, dass das Schnittgut nicht auf der Fläche liegen bleibt, sondern an anderer Stelle kompostiert oder als Mulch genutzt wird. Blühende Wiesenblumen bevorzugen einen mageren Standort, deshalb ist auch keine Düngung notwendig!

    Weitere Informationen zu den Aktionen „Mai Minus Mähen“ und „Jede Blüte zählt“ finden Sie bei der Gartenakademie RLP und dem Deutschen Gartenbaugesellschaft 1822 e.V. unter www.gartenbauakademie.rlp.de !

  • Schnittblumen – Klimabilanz abhängig von Art des Anbaus

    Die Statistik zeigt deutlich: Im Mai vor Muttertag ebenso wie im Februar vor dem Valentinstag, zeigt sich ein deutlicher Importanstieg an Schnittblumen. Viele davon kommen per Flugtransport nach Deutschland. Am Häufigsten werden frische Rosen eingeflogen, ein Großteil davon stammt aus Kenia. Insgesamt wurden laut Statista 1,39 Milliarden Rosen im Jahr 2020 importiert. Weitere wichtige Herkunftsländer – nicht nur für Schnittblumen, sondern auch lebende Pflanzen – sind neben Kenia und Kolumbien auch Ecuador und Äthiopien.

    Anbauart ist entscheidend
    Eingeflogene Schnittblumen sind haben aufgrund des Transports eine hohe CO2-Bilanz. Trotzdem können sogar diese Blumen klimafreundlicher sein als Pflanzen aus den Niederlanden oder Deutschland. Denn: Die Art des Anbaus ist entscheidend. Der WWF schreibt, dass Rosen, die in Kenia gezüchtet werden, weniger Energie brauchen und weniger CO2-Emissionen verursachen als eine Rose aus Europa. Oft werden die Blumen in den Niederlanden oder auch bei uns in geheizten Gewächshäusern angepflanzt, was zu einer schlechten Bilanz führt. Eine Untersuchung der Cranfield University ergab, dass eine Menge von 12.000 geschnittenen Rosen aus Kenia rund 6.000 kg CO2 verursacht, vom Anbau bis zum 6.000 km langen Flug nach Europa. Durch das sonnige und warme Klima braucht es in Kenia keine beheizten oder beleuchteten Gewächshäuser. Ganz anders als z. B. in den Niederlanden: Dort verursacht die gleiche Menge Rosen rund 35.000 kg CO2. Für einen Strauß mit 20 Rosen aus den Niederlanden bedeutet das rund 58 kg CO2; aus Kenia 10 kg CO2.

  • Die Verbandsgemeinde Rheinauen radelt erneut für ein gutes Klima!

    Klima-Bündnis-Kampagne STADTRADELN geht in die nächste Runde

    Seit 2008 treten Kommunalpolitiker*innen und Bürger*innen für mehr Klimaschutz und Radverkehr in die Pedale. Die Verbandsgemeinde Rheinauen ist vom 06.09. bis 26.09.2021 mit von der Partie. In diesem Zeitraum können alle, die in unserer Verbandsgemeinde leben, arbeiten, einem Verein angehören oder eine Schule besuchen bei der Kampagne STADTRADELN des Klima-Bündnis mitmachen und möglichst viele Radkilometer sammeln. Anmelden können sich Interessierte schon jetzt unter stadtradeln.de/verbandsgemeinde-rheinauen.  

    Beim Wettbewerb STADTRADELN geht es um Spaß am Fahrradfahren, aber vor allem darum, möglichst viele Menschen für das Umsteigen auf das Fahrrad im Alltag zu gewinnen und dadurch einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten.

    Dass dies klappt hat die letztjährige Aktion gezeigt. Die drei besten Radfahrer haben in den drei Aktionswochen insgesamt 2414 km zurückgelegt! Für dieses tolle Ergebnis wurden alle drei Gewinner mit Gutscheinen der Firma Fahrrad XXL Kalker in Ludwigshafen prämiert.

     
    Prämierung der drei besten Radfahrer von STADTRADELN 2020.

    Etwa ein Fünftel der klimaschädlichen Kohlendioxid-Emissionen in Deutschland entstehen im Verkehr, sogar ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs verursacht der Innerortsverkehr. Wenn circa 30 Prozent der Kurzstrecken bis sechs Kilometer in den Innenstädten mit dem Fahrrad statt mit dem Auto gefahren würden, ließen sich etwa 7,5 Millionen Tonnen CO2 vermeiden.

    Jede*r kann ein STADTRADELN-Team gründen bzw. einem beitreten, um beim Wettbewerb teilzunehmen. Dabei sollten die Radelnden so oft wie möglich das Fahrrad nutzen. Als besonders beispielhafte Vorbilder sucht die Verbandsgemeinde auch STADTRADELN-Stars, die in den 21 STADTRADELN-Tagen kein Auto von innen sehen und komplett auf das Fahrrad umsteigen. Während der Aktionsphase berichten sie über ihre Erfahrungen als Alltagsradler*in im STADTRADELN-Blog.

    Bürgermeister Fassott hofft auf eine rege Teilnahme aller Bürger*innen, Parlamentarier*innen und Interessierten beim STADTRADELN, um dadurch aktiv ein Zeichen für mehr Klimaschutz und mehr Radverkehrsförderung zu setzen.

    Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an

  • Solarkataster für Rheinland-Pfalz

    Alle Bürgerinnen und Bürger in Rheinland-Pfalz haben Zugriff auf das Solarkataster und den Wirtschaftlichkeitsrechner für Photovoltaik und Solarthermie.

    Mit dem Berechnungs-Tool für Sonnenenergie von Ihrem Dach, erfahren Sie mit wenigen Klicks, ob und ab wann sich die Nutzung von Solarenergie für Sie rechnet. Das Solarkataster gibt Ihnen Auskunft über die möglichen Energieerträge und Kosten bei der Nutzung von Photovoltaik (zur Stromgewinnung) oder von Solarthermie (zur Warmwassergewinnung) auf Ihrem Dach.

    Speziell im Bereich Photovoltaik (PV) hat sich in den letzten 10 Jahren immens viel verändert. Die Kosten für die PV-Module haben sich in etwa halbiert. Die gesetzlich garantierte EEG-Einspeisevergütung ist jedoch auch stark zurückgegangen. Daher lohnt es sich am meisten den produzierten Strom selbst im Eigenheim zu nutzen und ihn nicht vollständig ins Netz einzuspeisen. Daher sind Ost- und Westdächer lukrativ geworden und Solarspeicher oder ein Elektroauto können eine sinnvolle Erweiterung zu Ihrer Solaranlage darstellen. Wie sich das für Sie und ihre Anlage auswirken kann, können Sie im Solarkataster simulieren lassen.

    Grundlage der Berechnung der solaren Eignung des Hausdaches sind neuste Laserscanndaten und Luftbilder, die Informationen zur Ausrichtung, Neigung und baulicher Verschattung für jedes Dach enthalten. Mit Hilfe des Sonneneinstrahlungswerts kann so vollautomatisch die Verwendbarkeit jedes einzelnen Daches zur Nutzung der Sonnenenergie errechnet werden.

    Mit dem integrierten Wirtschaftlichkeitsrechner ist es zudem möglich unterschiedliche Finanzierungsmöglichkeiten durchrechnen zu lassen und somit die Amortisationszeit zu berechnen, bis die Solaranlage abbezahlt ist und Gewinn abwirft.

    Weitere Informationen hierzu sowie Hinweise zum Datenschutz finden Sie unter:

    www.rhein-pfalz-kreis.de/kv_rpk/Gesundheit & Umwelt/Klimaschutz/Aktuelle Klimaschutzprojekte/Solarkataster

  • Ein Konzept mit Zukunft

    Die Verbandsgemeinde Rheinauen macht es sich zur Aufgabe, dem Klimawandel entgegen zu treten bzw.  mitzuwirken, diesen größtmöglich einzugrenzen. Durch eine Reduzierung der CO2-Emmissionen und den Ausbau erneuerbarer Energien kann die Verbandsgemeinde zum Klimaschutz beitragen. Aus diesem Grunde entschieden sich im vergangenen Jahr sowohl die Ortsgemeinderäte als auch der Verbandsgemeinderat dazu, ein integriertes Klimaschutzkonzept erstellen zu lassen.

    Durch das integrierte Konzept werden wir es schaffen bereits laufende Aktivitäten und Projekte im Bereich Klimaschutz und Nachhaltigkeit zielgerichtet fortzusetzen und die Einführung erneuerbarer Energien künftig systematisch zu forcieren. Die Erstellung des integrierten Klimaschutzkonzeptes erfolgt entsprechend der Richtlinie des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) zur Erstellung von Klimaschutzkonzepten und wird spätestens im Sommer 2022 vorgelegt.

    Die Ergebnisse des Klimaschutzkonzepts sollen als Grundlage für die weitere Konzeptionierung dienen mit den Zielen, kurz-, mittel- und langfristig CO2 einzusparen und die Energieeffizienz bei uns zu steigern. Wesentliche Elemente des Konzeptes sind die Erfassung des Ist-Zustandes der Energieversorgung, die Berechnungen von Potenzialen, die Ermittlung der Treibhausgasemissionen, die aktuell und in Zukunft mit der Energieversorgung verbunden sind, sowie die Ableitung von Handlungsempfehlungen zur Erschließung dieser Potenziale. Diese Handlungsempfehlungen werden in einem Maßnahmenkatalog zusammengefasst.

    Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern aus allen vier Ortsgemeinden sowie Fraktionen des Verbandsgemeinderates wird den Prozess zur Erstellung des Klimaschutzkonzeptes in enger Zusammenarbeit mit der Verbandsgemeindeverwaltung und der Klimaschutzmanagerin der Verbandsgemeinde sowie wechselnden Experten begleiten.

    Über den jeweiligen Stand des Entstehungsprozesses sowie Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung werden wir Sie regelmäßig auf dem Laufenden halten, denn Klimaschutz ist Teamarbeit und Ihre Meinung zählt.

  • Wallbox-Förderung aufgestockt

    Kurz nachdem das Bundesverkehrsministerium das Fördervolumen für private Wallboxen auf 300 Millionen Euro aufgestockt hatte, hat das Ministerium das Budget um weitere 100 Millionen Euro erhöht – auf jetzt 400 Millionen Euro. Das Antrags-Aufkommen sei nach wie vor hoch.

    Mit der Aufstockung zum 11.02.2021 standen insgesamt 300 Millionen Euro zur Verfügung. Da aber inzwischen mehr als 300.000 Anträge auf die Förderung eingegangen sind, sind bei 900 Euro Förderung je Ladepunkt rechnerisch schon 270 Millionen Euro des Budgets vergeben. Mit der erneuten Aufstockung auf 400 Millionen Euro können somit 444.444 Ladepunkte gefördert werden.

    Wichtig: Der Antrag für das Programm „Zuschuss 440“ bei der KfW muss vor dem Kauf der Wallbox gestellt werden und die Wallbox muss auf der Liste der förderfähigen Modelle stehen, die auf der Website der KfW zu finden ist. Quelle: electrive.ne

  • Bienen- hoher Beitrag für nachhaltige Entwicklung und damit für den Erhalt von Leben

    Bienen gelten weltweit als die wichtigsten Blütenbestäuber. Ihr Beitrag zur Erhaltung von Wild-  und Kulturpflanzen ist beträchtlich. Damit sorgt die Biene gemeinsam mit anderen Insektenarten unter anderem dafür, dass eine Vielzahl von Früchten und Gemüsesorten gebildet werden, die wiederum Menschen und Tiere ernähren. Die Bestäubungsleistung der Biene ist außergewöhnlich hoch und ihr Anteil an den Erträgen landwirtschaftlicher Produkte unverzichtbar. Die Bestäubungsleistung von Insekten allgemein liegt bei 80%, wobei die Biene einen bedeutend hohen Anteil übernimmt.

    So sind z.B. Äpfel, Kirschen, Erdbeeren, Heidelbeere, Radieschen, Kohlrabi, Raps, Erbsen, Zucchini, Gurken und viele weitere Obst- und Gemüsesorten auf die Bestäubung von Bienen angewiesen.

    Bienen zu schützen, heißt ihre Lebensräume zu erhalten und ihnen ein ausreichendes Nahrungsangebot zur Verfügung zu stellen.

    Wenn jetzt im Frühjahr wieder die Gärten neu bepflanzt und hergerichtet werden, bietet sich die beste Gelegenheit mit Nisthilfen Lebensräume für Bienen zu schaffen. Wiesen mit Wildblumen sind durch ihre Vielfalt an Farben schön anzusehen und ernähren Bienen ebenso, wie Ranken-  Glocken- und Kornblumen, oder Salbei. Aber auch Obstbäume und Wildsträucher wie Liguster, Schneeball, Schlehe, Süßkirsche, Stachelbeere und Weißdorn stehen auf dem „Speisezettel“ von Bienen. Oder auch Lavendel, den man leicht auch als „Bienenweide“ anlegen oder in Blumenkästen anpflanzen kann und der mit seiner reichlichen Blütenpracht als nektar-  und pollenreichste heimische Pflanze gilt.

  • Der Vorfrühling ist da:

    die ersten Hummeln fliegen, Schneeglöckchen und Haselnuss blühen. Die ersten Vorbereitungen für die Pflanzsaison 2021 beginnen – und es wird allerhand Blumenerde und Dünger benötigt.

    Viele Blumenerden enthalten Torf aus Hochmooren – weil er Wasser besonders gut bindet und einen hohen Säuregrad besitzt. Allerdings hat dieser Torf einen hohen Preis für die Umwelt, denn sein Abbau zerstört die jahrhundertealten Moore und somit den Lebensraum für viele Pflanzen und Tiere. Auch für das Klima ist der Torfabbau schlecht: Durch die Entwässerung der Feuchtgebiete entweicht Kohlenstoffdioxid- ein wichtiger Speicher für Treibhausgase entfällt. Um Umwelt und Klima zu schützen, wird deshalb vom Bundesumweltamt der Kauf von torffreier Blumenerde empfohlen. Diese ist zwar in der Anschaffung ein wenig teurer, lohnt sich jedoch im Laufe der Saison. Denn Blumenerde mit Torf hat Nachteile: Torf nimmt zwar viel Wasser auf, gibt aber wenig wieder ab. Das trocknet den Boden auf Dauer aus. Auch der sehr hohe Säuregrad des Torfs ist nur für wenige Pflanzen förderlich. Um die Erde in einen pH-neutralen Bereich zu bringen, muss der Säuregrad mit Kalk ausgeglichen werden. Somit spart man bei Blumenerde ohne Torf das Kalken, verringert das Gießen und schont die Umwelt und das Klima.

    Damit Obst, Gemüse und die Zierpflanzen prächtig gedeihen wird vielfach handelsüblicher Dünger benutzt. Dieser muss erst produziert und dann in die Geschäfte gebracht werden. Je nach Dünger ist dies unterschiedlich energieaufwändig und zumeist nicht nötig, denn in den meisten Fällen reicht eine mäßige Kompostdüngung (3 l/m²) aus. Kompost enthält viele Nährstoffe, sodass auf zusätzlichen Dünger weitgehend verzichtet werden kann. Durch die Herstellung von Kompost im eigenen Heim schließt sich hier ein Nährstoffkreis. Das schont den Geldbeutel, die Umwelt und das Klima.

    Gut geeignet für den Kompost sind Küchen- und Gartenabfälle wie Gemüsereste, Kaffee- und Teefilter, Eierschalen, Rasenschnitt oder Ernterückstände. Unter natürlichen Bedingungen verrotten die Ausgangsstoffe innerhalb von zehn bis zwölf Monaten. Mit Bakterienkulturen lässt sich der Prozess beschleunigen.  Und für alle Nicht-Gartenbesitzer: Ob nun mit einem selbst gebauten Balkonkompost, einem Wurmkomposter oder einem Bokashi- man kann auch ohne Garten kompostieren! Damit kann man dann ein kleines blühendes Paradies auf dem Balkon erzeugen.

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