Brennholzsprechstunden und Holzeinschlag im Winter

Förster Georg Spang teilt mit, dass auch in diesem Jahr das Sterben der Baumart Esche im Auewald der Verbandsgemeinde ungehindert weitergeht. Die Baumart Esche stellt mit über einem Drittel der Bäume, die am häufigsten vorkommende Baumart im Auewald dar. Der Pilz, der den Schaden verursacht, verstopft die Leitungsbahnen des Baumes, zuerst sterben einzelne Äste ab, danach relativ schnell der ganze Baum. Noch können die Eschen als wertvolles Stammholz oder Brennholz genutzt werden. Ist der Pilz erst im Stamm angekommen, wird die Holzstruktur schnell zerstört – das Holz ist sogar als Brennholz nicht mehr zu gebrauchen. Aus diesem Grund werden in den nächsten Jahren alle Waldabteilungen in den Gemeinden Otterstadt und Waldsee durchforstet und weitgehend alle Eschen gefällt. Noch gesund scheinende Exemplare dürfen stehen bleiben, aufgrund der Erfahrung in schon seit längerem betroffenen Gebieten, besteht aber wenig Hoffnung, dass einzelne Exemplare der Baumart überleben können. Aufgrund der nunmehr 3 Trockensommer sieht die Situation in den restlichen Wäldern des Reviers auch nicht besser aus. Hier sterben Kiefern, Birken, Buchen und Eichen. Die Hoffnung liegt auf der neuen Waldgeneration, diese hält sich insbesondere in den neu angelegten Forstkulturen tapfer. Es sind dort nur wenig Trockenschäden zu verzeichnen.

Der Holzeinschlag findet dieses Jahr in Waldsee im Wörth im „äußeren Ring“ um den Trimm-Dich-Pfad, in der Nähe der Altrheinklause und hinter dem Wasserwerk statt. In Otterstadt wird neben der Sandgrube Rohr, vor dem Wasserübungsplatz und ansonsten im Angelwald gearbeitet. Entlang der Hauptwege werden trockene und geschädigte Bäume aus Verkehrssicherungsgründen gefällt. Auf „Trampelpfaden“ und in den Waldflächen wird keine Verkehrssicherung durchgeführt – hier besteht im Moment aufgrund der vielen Trockenschäden, insbesondere bei den alten Buchen und Eichen die Gefahr, dass bei Wind Äste oder ganze Baumkronen abbrechen. 

Zum Einsatz kommen große Forstschlepper. Diese Maschinen arbeiten pfleglich und schnell, haben aber keine „Rundum-Augen“. D.h. es besteht Lebensgefahr, falls sich jemand einer Holzerntemaschine nähert. Die Bevölkerung wird gebeten, die Absperrungen zu ihrer eigenen Sicherheit zu respektieren und sich auf keinen Fall Maschinen oder Waldarbeitern zu nähern.

In diesem Jahr wird ausreichend Brennholz zur Verfügung stehen. Insbesondere dürre Kiefern können in Mutterstadt und Schifferstadt günstig erworben werden. Wegen der Pandemie finden in diesem Jahr keine Brennholzsprechstunden in Schifferstadt statt.

Der Förster benötigt (wie in jedem Jahr):
-        Den Namen des Käufers
-        Die vollständige Adresse mit aktueller Telefonnummer
-        Den Ortswunsch, die Art des Holzes (Polter- oder Schlagholz)
-        Die Menge und den max. Durchmesser des Holzes
-        Falls noch nicht vorliegt, eine Kopie des Motorsägenscheines
 
Die Anmeldung von Brennholz kann erfolgen:
-        Per Mail ()
-        Per Telefon: 06232-6580859 (i.d.R. zwischen 14:30 – 17:00 Uhr)
-        Per Anmeldezettel (an der Infotheke des Rathauses erhältlich). Der Zettel kann auch dort wieder abgegeben oder per Mail an o.g. Adresse geschickt werden.
-        Für dringenden persönlichen Rückfragen gibt es eine Sprechstunde in der Sommerfesthalle in Otterstadt am 25.11. von 17:00 – 18:00 Uhr (hier müssen die Corona-Sicherheits-Regeln beachtet werden)
 
Die Preise für Brennholz sind revierübergreifend gleich und entsprechen dem Vorjahr:
 
Preise:
Polterholz, Harvesterholz:

  • Laubholz         40,00 Euro / Ster

Kronenholz, Schlagabraum, Kopfholz:

  • Zwischen 20,- und 25,- Euro / Ster


Für jegliche Aufarbeitung von Brennholz im Kommunalwald ist ein Nachweis über die Teilnahme an einem Motorsägelehrgang erforderlich. Falls dieser noch nicht vorliegt, bitte entsprechend mitschicken.
Die Abgabe von Schlagabraum ist begrenzt. Selbstwerbung von Brennholz ist generell nur in der Zeit vom 1.Dezember bis 30. März möglich. Noch nicht aufgearbeitetes Holz aus dem Vorjahr soll bis Ende November gesägt und aus dem Wald abtransportiert sein um Verwechslungen in der Nummerierung zu vermeiden. 
 
Der Förster weißt jetzt schon darauf hin, dass am Freitag, den 18. Dezember in der neuen Weihnachtsbaumkultur im Stadtwald Schifferstadt (ist ab der Baumschule Düll ausgeschildert) wieder eine „Weihnachtsbaumselberschlagaktion“ stattfindet. Es stehen hauptsächlich Fichten zum Verkauf. Die Selberschlageaktion findet von 14:30 – 16:00 Uhr statt.
Am 25.11. von 9:00 – 10:00 Uhr können Schmuckbäume für den Advent und die Weihnachtszeit am Forstbetriebshof (Portheide 72) erworben werden.
 
Georg Spang
Revierleiter

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